27. Oktober 2015

Steeltec optimiert Prozessparameter: Verbesserte Ziehtechnologie für höhere Stahlfestigkeit

Kunden der Steeltec Gruppe erhalten die hoch- und höherfesten Blankstahlprodukte HSX® jetzt optional auch in höheren Festigkeiten von mehr als 1.400 MPa. Dies ermöglicht Steeltec durch die gezielte Verbesserung der Reibungsverhältnisse beim Ziehen des Stahls. Denn diese nehmen unmittelbar Einfluss auf die mechanischen Stahleigenschaften. Zudem steigt die Produktivität: So zieht Steeltec den Blankstahl heute mit 25 Prozent höheren Geschwindigkeiten bei zehn Prozent weniger Reibung. Hintergrund der technologischen Weiterentwicklung ist die steigende Nachfrage innovationsgetriebener Industrien nach Stahlsorten in höchsten Festigkeitsklassen. Diese sind u. a. in der Automobilindustrie die Voraussetzung, um Hochleistungsbauteile wie Antriebswellen mit geringerem Gewicht zu konstruieren und noch höhere Wirkungsgrade zu erzielen.

„Um unsere Position als Qualitätsführer im Bereich Blankstahl zu stärken, arbeiten wir kontinuierlich an unserer technologischen Effizienz und der Qualität unserer Stahlprodukte“, betont Guido Olschewski, Leiter Managementsysteme und Produktentwicklung bei Steeltec. „Aus diesem Grund haben wir die tribologischen Verhältnisse – also Reibung, Schmierung und Verschleiß – beim Ziehen untersucht.“ Die Ziehparameter haben sowohl Einfluss auf die technische Effektivität als auch auf die mechanisch-technologischen Stahleigenschaften. Um Verbesserungen des Ziehprozesses quantitativ messbar zu machen, ermittelte das Tochterunternehmen des Stahlkonzerns SCHMOLZ + BICKENBACH sämtliche Einflussparameter. Mithilfe von Sensoren an den Umformwerkzeugen wurde die Ziehkraft erfasst. Auf diese Weise konnte Steeltec beurteilen, wie sich die Ziehkraft verhält: in Abhängigkeit von dem eingesetzten Ziehöl, der Oberflächenrauigkeit des Vormaterials, der Ziehgeschwindigkeit sowie der Oberflächenqualität der Umformwerkzeuge. Mittels technischer Feinjustierung senkte der Blankstahlhersteller die Reibungskräfte erfolgreich um rund zehn Prozent. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Steeltec heute bereits mit der vorher angewendeten Ziehkraft höherfeste Werkstoffe herstellen kann. Dadurch erweitern sich die technischen Kapazitäten der bestehenden Ziehanlagen. Weitere Vorteile sind ein reduzierter Verschleiß der Ziehmatrizen und kürzere Durchlaufzeiten. Unterm Strich steigen die Flexibilität und die Produktivität in der Fertigung. Guido Olschewski fasst die Motivation zur Verbesserung der Prozesstechnik zusammen: „Unserem Leitgedanken ‚Mitdenken inklusive‘ entsprechend, entwickeln wir bei Steeltec Speziallösungen – auf Augenhöhe mit unseren Kunden und im Gleichschritt mit dem technologischen Fortschritt in den Anwenderindustrien.“

additiv pr
Hanna Hagedorn
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